Buffy:
Von der Lebendfalle zum eigenen Rudel – durch diese Einfangaktion hat Buffy ein Zuhause für immer gefunden.
Ende 2019 wurde Buffy, eine Schäferhündin, allein in Feld und Wald rund um Duingen gesichtet. Da auch nach aufrufen in sozialen Medien niemand die Hündin als vermisst gemeldet hat, ging man davon aus, dass sie wohl ausgesetzt wurde, weshalb eine Tierarztpraxis sich bei uns meldete und uns darum bat, den Hund zu sichern.
Es wurde eine Futterstelle eingerichtet, zu der eine Geruchspur führte. Mithilfe einer Lebendfalle sollte Buffy gesichert werden. Leider ließ sie sich aber nicht mehr blicken.
Doch einige Wochen später wurde sie wieder gesichtet, offenbar abgemagert und am Bein verletzt. Sie durchsuchte Müll nach Nahrung und schien verzweifelt zu sein.
Es wurde wieder eine Geruchspur zur Futterstelle mit Lebendfalle eingerichtet und eine Kamera aufgestellt, damit kontrolliert werden konnte, ob sie sich dort aufhält. Aus sicherer Entfernung wurde die Kamera überwacht, es wurden Helfer in Schichten eingeteilt und jede mögliche Rettungssituation geplant.
Buffy hat in den gesamten Wochen Menschen gemieden, sodass auch die Möglichkeit, dass sie Angst vor Menschen hat und sich aggressiv verhält, in Betracht gezogen werden musste.
Damit weder das Team noch der Hund zu Schaden kommt, wurde entschieden, dass sie, sobald sie in der Lebendfalle ist, etwas betäubt werden soll, um Selbstverletzungen zu vermeiden und einen sicheren Transport zu garantieren.
Hierbei stand uns eine örtliche Tierärztin Tag und Nacht zur Verfügung, für den Fall dass sie gesichert werden konnte.
Die Falle wurde gut getarnt und scharf gestellt. Schon wenige Stunden später konnte sie auf der Kamera beobachtet werden und kurz danach ging sie in die Falle. Diese löste aus und Buffy war endlich in Sicherheit.
Die Tierärztin wurde gerufen. Nachdem sie betäubt wurde, ging es für sie in die Tierarztpraxis, um sie gleich zu untersuchen und eine medizinische Erstversorgung durchzuführen.
Sie war etwa 3 Jahre alt und sehr dünn. Sie hatte eine entzündete Verletzung am linken Vorderbein, die bis auf den Knochen tief war und ihr unglaubliche Schmerzen bereitet haben muss.
Zunächst ist sie in eine Hundepension gezogen, damit sie von erfahrenen Menschen eingeschätzt werden konnte.
Buffy musste sich langsam erst wieder an Menschen gewöhnen. Zu diesem Zeitpunkt war noch gar nicht klar, ob Buffy überhaupt an private Menschen vermittelbar ist.
Nach einigen Wochen war es dann doch soweit:
Buffy zog in eine Pflegestelle, die Erfahrungen mit Schäferhunden hat, um ihre Verträglichkeit mit anderen Hunden, aber auch das Verhalten Menschen gegenüber genau zu beobachten.
Dort hat sie sich zunächst noch ängstlich gezeigt, sie war aber weder aggressiv, noch war sie so misstrauisch wie anfangs vermutet. Es hat nicht lange gedauert, bis sie Futter auch aus der Hand gefressen hat. Dann war klar: Buffy bleibt.
Nun hatte sie ihr eigenes Zuhause.
Sie wurde als dritter Hund in einem Rudel willkommen geheißen und verstand sich auch mit den drei vorhandenen Katzen sehr gut. Sie ist vollständig in das Rudel integriert und hatte alle Zeit der Welt ganz in ihrem eigenen Tempo anzukommen und Vertrauen zu fassen.
Diese Geschichte mit tollem Happy end war eine der schönsten Motivation für unser Engagement im Tierschutz.




