Charlie und Mino:
Dem Tod als Neugeborene knapp entkommen.
Durch Glück im Unglück für immer verbunden.
Charlie wurde Anfang August am Tag seiner Geburt auf einem Bürgersteig gefunden. Neugeboren, mit Nabelschnur, ohne Mama. Dabei war noch sein Bruder Snoopy, der es leider nicht geschafft hat. Seine Geschichte könnt ihr hier lesen.
Mino erlebte ein ähnliches Schicksal, auch er wurde wenige Tage später in einem anderen Ort allein auf dem Bürgersteig gefunden. Da Charlie durch den Tod seines Bruders nun allein war, entschieden wir uns dazu, Mino auch aufzunehmen. Glück im Unglück für die beiden neugeborenen Kätzchen, beide mussten nicht allein aufwachsen. Sie wurden Tag und Nacht versorgt, anfangs alle zwei Stunden. Man hat direkt gemerkt, wie schön die beiden es finden, wieder einen Kumpel zu haben. Die Beiden lagen immer zusammen und wurden unruhig, wenn der andere weg war.
Sie mussten mehrmals die Woche zum Tierarzt um Kochsalzlösung gespritzt zu bekommen, da sie immer noch dehydriert waren. Ihren Altag durften sie mit fressen, schlafen, Bauchmassagen und vielen Kuscheleinheiten verbringen.
Langsam wuchsen die kleinen Würmchen zu kleinen Kätzchen heran. Jeden Tag ein bisschen stärker und neugieriger. Plötzlich erkundeten sie die Welt, kletterten und kuschelten mit ihren Menschen. Fremde fanden sie noch gruselig, da konnte ein 5 Wochen altes Kitten auch plötzlich ganz groß sein und fauchen wie ein kleiner Löwe. Das hat sich aber schnell gelegt und sie sind aufgeschlossene Katerchen geworden.
Mit 10 Wochen durften sie auf eine andere Pflegestelle ziehen, dort lebte ein Wurf in ähnlichem Alter mit ihrer Mama. Da sie bereits sieben Kitten geboren hatte, entschieden wir uns nach der Geburt dagegen, Mino und Charlie direkt dazu zu schmuggeln. Die Mama Mimi war ohnehin noch sehr jung und klein, das hätte sie nicht geschafft. Als sie dann aber selbst gefressen haben und sich selbstständig um den Toilettengang und die Fellpflege kümmern konnten, sollten sie trotzdem nochmal für die letzten Wochen bei uns auf die Pflegestelle ziehen, damit sie von Mimi und den kleinen Kumpels noch etwas sozialisiert werden konnten.
Sie fühlten sich schnell auf der Pflegestelle pudelwohl und haben es sehr genossen, plötzlich so viele Freunde zu haben.
Einige Wochen später durften sie dann in ihr Für-Immer-Zuhause ziehen!
Sie hätten fast den ersten Tag ihres Lebens nicht überlebt. Jetzt liegt eine gemeinsame Lebenszeit vor ihnen, weil nicht weggesehen wurde.




