Katze adoptiert - was jetzt?

Ankommen lassen

Richte für die ersten
Tage einen ruhigen Rückzugsort ein, mit allem was sie braucht (Futter, Wasser, Höhlen, Klettermöglichkeiten, Klos). Zu viel Platz ist am Anfang oft kontraproduktiv, lieber erst ein Zimmer erkunden lassen, dann langsam immer mehr. Gib der Katze die Möglichkeit, in ihrem eigenen Tempo anzukommen. Manche Katzen sind direkt sehr neugierig und wollen kuscheln, andere möchten die ersten Tage allein in einem Versteck verbringen. Beobachte deine Katze genau und geh erst den nächsten Schritt, wenn sie zeigt, dass sie bereit ist. 
Kontakt zu anderen Katzen sollte sie vorerst nicht haben.

Vertrauen aufbauen

Auch für zahme Katzen
kann das neue Zuhause sehr aufregend sein und sie können zurückhaltender sein, als vielleicht erwartet. Es hilft, sich in den Raum der Katze zu setzen und leise und ruhig mit ihr zu sprechen, sie mit schönen Dingen wie Leckerlis zu locken oder ihr regelmäßig die Hand zum schnuppern hinzuhalten.  Jüngere oder verspielte Katzen kann man mit Federangeln gut aus ihrem Versteck locken. Auch hier gilt – Jede Katze ist anders! Sollte jegliche Kontaktaufnahme schlecht ankommen, erstmal einfach in Ruhe lassen.

Registrieren

In der Regel sind
Katzen, zumindest bei seriösen Züchtern, Tierheimen und Tierschutzvereinen,
bereits beim Auszug gechipt. Sollte sie nicht gechipt sein, so schnell wie
möglich beim Tierarzt machen lassen! Diesen Chip musst du nun auf deinen Namen
registrieren oder ummelden, falls es beispielsweise eine private Abgabe war.
Das ganze dauert 5 Minuten und ist kostenlos. Sollte deine Katze mal
entwischen, kann sie schnell zugeordnet werden!

Deine Katze
registrieren kannst du hier:

Tasso.net

Findefix.com

ACHTUNG! Wenn die Katze gechipt wird, ist sie nicht automatisch registriert. Manche Tierärzte bieten es an, in der Regel ist es Aufgabe der Besitzer.

Gesundheitscheck

Wenn die Katze angekommen ist, ist es sinnvoll, nochmal einen Gesundheitscheck zu machen. Bei seriösen Stellen werden alle bekannten Krankheiten und Einschränkungen vor der
Adoption bekannt gegeben, daher sollte es hier auch keine Probleme geben.

Es ist jedoch gut, wenn auch der Haus-Tierarzt das neue Familienmitglied im gesunden Zustand
kennenlernt. Sollte es im Laufe der Zeit Veränderungen geben, können diese besser beurteilt werden. Dieser Besuch eignet sich auch um den nächsten Impftermin zu planen. Sollten andere Katzen oder Tiere vorhanden sein, umgeht man so auch die Gefahr, dass sie sich nach der Zusammenführung anstecken.
 

Zusammenführung

Wenn die neue Katze sich eingelebt hat, sich in ihrem Raum/Bereich sicher fühlt und alle tierischen Bewohner gesund sind, kann man sich an die Zusammenführung wagen. Die
Zusammenführung ist komplex und man kann viele Fehler machen, die im schlimmsten Fall bewirken, dass die Katzen sich überhaupt nicht verstehen. Deshalb machen wir hierzu nochmal eine ganz ausführliche und genaue Übersicht. Hierzu beraten wir auch immer gern!

Anpassungen

Wie schon festgestellt, ist jede Katze unterschiedlich. So hat auch jede Katze unterschiedliche Vorlieben.

Beobachte die Katze in der Kennenlernzeit genau, werden alle Klos genutzt? Wenn eins nicht genutzt wird, ist es möglich, dass ihr der Standort, Streu oder Klo nicht gefällt. Gibt es Plätze oder Dinge, die sie besonders gerne mag, oder Dinge die ihr Angst machen? Zeigt sie großes Interesse an Dingen, die sie kaputt machen könnte oder die gefährlich sein könnten? Manchmal sine kleine Anpassungen erforderlich. 

Freigang

Freigang ist kein Muss, gerade an viel befahrenen Straßen oder in Städten ist es nicht möglich
oder unverantwortlich. Die Haltungsform ist in der Regel bereits vor der Adoption festgelegt. Sollte die Katze Freigang bekommen, musst du ein paar Dinge beachten. Die Katze muss sich erst richtig einleben, bei einer Zusammenführung dürfen keine Spannungen mehr zwischen den Katzen sein und man muss sich sicher sein, dass die Katze sich schon so Zuhause fühlt, dass sie
auch wieder kommt. Auch das Vertrauen zu den Haltern muss gut sein. Sie sollte daher mindestens 6-8 Wochen drinnen bleiben.

ACHTUNG! Kitten und Katzen unter einem Jahr

dürfen nicht in den Freigang. Bei Freigang ist ein registrierter Chip Voraussetzung. Auch geimpft und kastriert sollte die Katze immer sein, um Tierleid zu vermeiden